Ratgeber

Wie viel Zeit kostet Sie die LkSG-Sorgfaltspflicht? Rechnen Sie nach.

Fragebögen versenden, nachfassen, Zertifikate pflegen, alles dokumentieren: Die Sorgfaltspflicht kostet mehr Stunden, als die meisten denken. Hier steht, wie viele es bei Ihnen sind und was sich dagegen tun lässt.

Das Wichtigste in Kürze

Die manuelle Lieferantenprüfung kostet rund 3 Stunden pro Lieferant und Jahr, verteilt auf Versand, Nachfassen, Auswertung, Zertifikatspflege und Dokumentation. Bei 50 Lieferanten sind das gut 150 Stunden jährlich, fast ein voller Arbeitsmonat. Software senkt diesen Aufwand um etwa 85 Prozent. Ob sich das bei Ihrer Lieferantenzahl rechnet, zeigt der Rechner weiter unten in etwa 30 Sekunden.

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Der Aufwand, den niemand auf dem Zettel hat

Als das Lieferkettengesetz kam, haben die meisten Unternehmen über Bußgelder und Berichte diskutiert. Über die eigentliche Kostenstelle redet kaum jemand: die Arbeitszeit. Denn die Sorgfaltspflicht ist kein Projekt, das man einmal abschließt. Sie ist ein Dauerlauf aus Fragebögen, Erinnerungen, Zertifikaten und Ablage, der jedes Jahr von vorn beginnt.
Das Tückische daran: Dieser Aufwand taucht in keiner Kostenstelle auf. Er versteckt sich im Tagesgeschäft von Einkauf, Qualitätsmanagement und Geschäftsführung, eine halbe Stunde hier, ein Nachfass-Telefonat da. Erst wenn man ihn zusammenrechnet, wird aus dem gefühlten „bisschen Verwaltung“ ein handfester Batzen Personalkosten.
Genau das machen wir in diesem Artikel: erst die einzelnen Zeitfresser aufschlüsseln, dann eine Beispielrechnung durchgehen, und danach rechnen Sie mit dem Zeitrechner Ihre eigene Situation durch.

Die sechs Zeitfresser pro Lieferant und Jahr

Diese Zahlen stammen aus Gesprächen mit Einkaufs- und Compliance-Verantwortlichen im Mittelstand. Es sind Durchschnittswerte für einen Lieferanten mit einer Selbstauskunft und zwei Zertifikaten pro Jahr. Ihre Werte können abweichen, die Größenordnung erfahrungsgemäß nicht.

  1. Fragebogen versenden (ca. 15 Min.): Vorlage raussuchen, Anschreiben anpassen, richtige Kontaktperson finden, versenden. Klingt schnell, summiert sich aber, weil es pro Lieferant einzeln passiert.

  2. Nachfassen (ca. 25 Min.): Die wenigsten antworten auf die erste Mail. Zwei Erinnerungen schreiben, Rücklauf in der Excel-Liste nachhalten, im Zweifel anrufen. Der unterschätzte Klassiker.

  3. Antworten lesen und bewerten (ca. 60 Min.): 40 und mehr Antworten pro Lieferant sichten, Freitexte einschätzen, Auffälligkeiten notieren, Rückfragen stellen. Der größte Einzelposten, und der, bei dem unter Zeitdruck am meisten überlesen wird.

  4. Zertifikate anfordern und prüfen (ca. 50 Min.): Nachweise wie ISO 9001 anfordern, auf Gültigkeit und richtige Version prüfen, Ablaufdaten in eine Liste übertragen und diese Liste pflegen. Bei zwei Zertifikaten pro Lieferant gut 50 Minuten im Jahr.

  5. Ablage und Dokumentation (ca. 25 Min.): Alles so ablegen, dass es in sieben Jahren noch auffindbar und einem Auditor erklärbar ist. Ordnerstruktur, Dateinamen, Versionsstände.

  6. Rückfragen und E-Mail-Pingpong (ca. 10 Min.): „Welches Formular meinen Sie?“, „Können Sie das nochmal schicken?“, „An wen ging das eigentlich?“. Klein pro Vorgang, konstant über das Jahr.

Die Beispielrechnung: 50 Lieferanten, ein ganz normaler Mittelständler

Rechnen wir das für ein typisches Unternehmen durch: 50 aktive Lieferanten, eine Selbstauskunft pro Lieferant und Jahr, zwei Zertifikate pro Lieferant, interner Stundensatz 45 Euro (Vollkosten einer Fachkraft in Einkauf oder QM).
Die sechs Posten von oben ergeben zusammen rund 3 Stunden pro Lieferant. Bei 50 Lieferanten sind das etwa 153 Stunden im Jahr. Zum Vergleich: Das sind fast vier volle Arbeitswochen, in denen eine qualifizierte Kraft nichts anderes tut, als Fragebögen hinterherzulaufen und Listen zu pflegen. In Geld: rund 6.900 Euro Personalkosten pro Jahr, jedes Jahr wieder.
Mit einer Software wie Liefertreu schrumpft derselbe Prozess auf etwa 23 Stunden: Versand und Erinnerungen laufen automatisch, die KI übernimmt die Vorauswertung der Antworten und liest Zertifikate aus, die Dokumentation schreibt sich nebenbei mit. Übrig bleibt die Arbeit, die tatsächlich Ihr Urteil braucht: kritische Antworten prüfen und Freigaben erteilen.
Unterm Strich: rund 130 gesparte Stunden. Zieht man die Abo-Kosten ab, bleibt bei diesem Beispiel eine Netto-Ersparnis von etwa 2.360 Euro pro Jahr. Anders gesagt: Die eingesparte Arbeitszeit ist rund 1,7-mal so viel wert wie die Software kostet. Und die vier Arbeitswochen bekommt Ihr Team obendrauf zurück.

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Ab wann lohnt sich Software? Die ehrliche Antwort.

Die Faustregel aus dem Rechner: Der Aufwand wächst linear mit der Lieferantenzahl, die Software-Kosten aber in Stufen. Daraus ergeben sich drei Zonen.
Unter etwa 15 Lieferanten ist die Ersparnis in Euro überschaubar. Hier lohnt sich Software vor allem dann, wenn mehrere Großkunden regelmäßig Nachweise verlangen oder die Fehlerkosten hoch sind, etwa weil ein abgelaufenes Zertifikat ein Audit gefährdet. Reiner Zeitgewinn ist hier ein Argument, aber kein zwingendes.
Zwischen 20 und 60 Lieferanten kippt die Rechnung deutlich: Die Netto-Ersparnis wird vierstellig, und der eigentliche Gewinn ist oft gar nicht das Geld, sondern dass die Prüfung überhaupt vollständig stattfindet. Hand aufs Herz: Bei manueller Arbeit werden ab einer gewissen Menge Abstriche gemacht, es wird nur noch die halbe Liste angeschrieben oder das Nachfassen entfällt. Genau diese Lücken fallen bei Kundenaudits auf.
Ab etwa 80 Lieferanten ist die manuelle Variante schlicht keine realistische Option mehr. 250 und mehr Stunden pro Jahr bindet niemand dauerhaft neben dem Tagesgeschäft, und die Fehlerquote steigt mit jeder Excel-Zeile.

Zeitrechner

Wie viel Zeit kostet Sie die Sorgfaltspflicht?

Stellen Sie Ihre Situation ein: Sie sehen sofort den Jahresaufwand manuell gegenüber Liefertreu, Ihre Zeit- und Netto-Ersparnis und den passenden Plan.

Anzahl Lieferanten 50
Fragebögen pro Lieferant / Jahr 1
Zertifikate pro Lieferant optional 2
Interner Stundensatz 45 € / Std.

Manuell, ohne Software

153 Std./Jahr

Personalkosten: 6.863 € / Jahr

Anschreiben, Nachfassen, Daten & Nachweise sammeln, Fristen pflegen.

Mit Liefertreu

23 Std./Jahr

Rest-Aufwand: 1.013 € / Jahr

zzgl. Abo 3.490 € / Jahr (2 Monate gratis)

Ihre Zeitersparnis

130 Std./Jahr

Netto-Ersparnis: 2.360 € / Jahr

Die eingesparte Arbeitszeit ist rund 1,7× so viel wert wie das Abo.

Empfohlener Plan

Professional 349 € / Monat

Passt zu bis zu 150 Lieferanten.

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So entsteht die Ersparnis

Wo die 130 Stunden konkret herkommen

Der Rechner ist keine Zauberei, sondern Automatisierung an genau den Stellen, die oben in der Liste am meisten Zeit fressen:

  • Versand und Nachfassen laufen automatisch: Lieferanten füllen per Link aus, Erinnerungen gehen nach 7 und 14 Tagen von selbst raus.
  • Die KI liest Freitextantworten und Zertifikats-PDFs vor: Sie prüfen nur noch die markierten Fälle statt alles zu lesen.
  • Die Dokumentation schreibt sich mit: Jede Aktion landet mit Zeitstempel im Audit-Trail, die Ablage entfällt komplett.

Alle Funktionen im Detail
Wo die 130 Stunden konkret herkommen

Was der Rechner kann und was nicht

Damit die Rechnung belastbar bleibt, hier die Annahmen offen auf den Tisch: Der Rechner kalkuliert mit Durchschnittswerten pro Vorgang und Ihrem internen Stundensatz. Er rechnet keine Einmalaufwände für die Ersteinrichtung ein (realistisch: ein Nachmittag für Import und erste Aussendung) und keine Sonderfälle wie aufwendige Einzelfallprüfungen bei kritischen Lieferanten, die bleiben mit und ohne Software Handarbeit.
Und er ersetzt keine Rechtsberatung: Welche Pflichten für Ihr Unternehmen konkret gelten, hängt von Größe und Vertragslage ab. Was der Rechner leistet, ist eine ehrliche Größenordnung für Ihre Budget- und Personalplanung. Wenn Sie die detaillierte Aufstellung mit allen Rechenschritten haben möchten, lassen Sie sie sich direkt unter dem Rechner als PDF schicken.