Warum Mittelständler nach einer Alternative suchen
Die Suche beginnt meistens an einem von drei Punkten.
Häufig steht am Anfang ein Angebot, das höher ausfiel als gedacht. Enterprise-Plattformen kalkulieren über Lieferantenzahl, Module und Nutzer. Was für einen Konzern mit 4.000 Lieferanten angemessen ist, steht für einen Betrieb mit 80 Lieferanten in keinem Verhältnis zur Aufgabe.
Der zweite Punkt ist die Einführungsdauer. Ein Projekt über mehrere Wochen bindet Kapazität, die im Mittelstand nicht vorhanden ist. Wenn der Großkunde eine Frist von drei Wochen gesetzt hat, ist eine Einführung, die länger dauert als die Frist, keine Lösung.
Der dritte Punkt ist der Zuschnitt. Gebraucht werden Fragebögen, Zertifikatsfristen und eine Dokumentation, die einer Prüfung standhält. Angeboten wird ein System für Reputationsüberwachung, Multi-Regulierung und internationales Risikoscreening.
Ob Sie überhaupt betroffen sind, klären fünf Fragen in unserem LkSG-Selbsttest.
Liefertreu und IntegrityNext im Vergleich
| Kriterium | IntegrityNext | Liefertreu |
|---|---|---|
| Zielgruppe |
Großunternehmen, tausende Lieferanten
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Mittelstand, 50 bis 500 Mitarbeiter
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| Preis |
Auf Anfrage, laut Vergleichsportalen ab rund 9.800 €/Jahr
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Öffentlich, ab 49 €/Monat
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| Onboarding |
Projekt, im Schnitt sechs bis acht Wochen
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Self-Service, sofort startklar
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| Schwerpunkt |
ESG- und Nachhaltigkeitsrisiko, Social-Media-Monitoring, Multi-Regulierung
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LkSG-Sorgfaltspflichten, Fragebögen, Zertifikate
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| Zertifikatsverwaltung mit Ablauf-Alerts |
Kein Kernfokus
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Ja, KI liest PDFs aus, Alerts 90, 30 und 7 Tage vorher
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| Fragebögen selbst beantworten (Zulieferer-Seite) |
Nein
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Ja, inklusive Browser-Plugin für Portale
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| Lieferantenzugang |
Portalkonto für Lieferanten
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Passwortloser Link, kein Konto nötig
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| Vertragsmodell |
Jahresvertrag nach Angebot
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Monatlich kündbar, Jahreszahlung optional
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| Ansprechpartner |
Customer Success Team
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Direkt der Entwickler
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| Sprache |
Mehrsprachig
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Deutsche Oberfläche, englische Antworten möglich
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| Hosting |
Cloud (AWS, EU)
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Deutschland (IONOS, Frankfurt)
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Was IntegrityNext stark macht
Das gehört fair benannt: IntegrityNext deckt neben dem LkSG auch die EU-Lieferkettenrichtlinie und weitere internationale Gesetze ab, überwacht Lieferanten automatisiert und wertet Nachrichten und soziale Medien auf Reputationsrisiken aus. Für Konzerne mit sehr großer, internationaler Lieferantenbasis und eigenem Nachhaltigkeitsteam ist das ein sinnvoller Funktionsumfang. Die Selbstauskünfte sind für Lieferanten kostenlos, was die Rücklaufquote erhöht.
Dazu kommt ein Netzwerkeffekt, den ein junger Anbieter nicht nachbauen kann. Viele große Zulieferer sind dort bereits erfasst und haben ihre Angaben hinterlegt. Wer eine Lieferantenbasis überwacht, die sich stark mit diesem Netzwerk überschneidet, spart echte Arbeit.
Und die Multi-Regulierung ist mehr als ein Verkaufsargument. Wenn LkSG, EU-Richtlinie und Nachhaltigkeitsberichterstattung in einem Haus zusammenlaufen, arbeiten mehrere Abteilungen auf derselben Datenbasis. Diesen Vorteil kann ein fokussiertes Werkzeug nicht ausspielen, und wer ihn braucht, sollte ihn nicht gegen einen niedrigeren Preis eintauschen.
Wo Liefertreu besser passt
Der Mittelstand braucht selten die volle ESG-Maschine, sondern verlässliche Nachweisfähigkeit. Genau darauf ist Liefertreu zugeschnitten.
Zertifikate als eigenes Modul. ISO-Nachweise werden per KI ausgelesen, laufen automatisch in einen Ablauf-Status und lösen rechtzeitig Alerts aus. Ein dreistufiger Prüfworkflow, bei dem die KI ausliest und Sie bestätigen, hält die Kontrolle beim Menschen. In der Praxis ist das der Punkt, an dem Tabellenlösungen scheitern: Ein Zertifikat läuft ab, niemand merkt es, und beim nächsten Kundenaudit fehlt der Nachweis.
Transparente Preise statt Angebotsprozess. Sie sehen vorab, was es kostet, ohne Vertriebsgespräch. Das ist keine Frage der Bequemlichkeit, sondern der Planbarkeit: Sie können das Budget beantragen, bevor Sie überhaupt mit jemandem gesprochen haben, und Sie wissen, was der nächste Tarif kostet, falls Sie wachsen.
Compliance-Score aus echtem Verhalten. Der Score basiert darauf, was der einzelne Lieferant tatsächlich tut, also Antworten, Zertifikate und Reaktionsverhalten, nicht auf pauschalen Länder- oder Branchenwerten. Für einen Mittelständler mit langjährigen Lieferbeziehungen ist das aussagekräftiger als ein Risikowert, der sich allein aus dem Herkunftsland ableitet.
Beide Richtungen in einem Tool. Erhalten Sie selbst Fragebögen von Großkunden, beantwortet Liefertreu sie per KI aus einem eigenen Wissensspeicher, per Datei-Upload oder direkt im Portal über ein Browser-Plugin. Diese Antwort-Seite hat IntegrityNext nicht, obwohl viele Mittelständler auf beiden Seiten der Lieferkette stehen.
Lieferanten müssen nichts einrichten. Die häufigste Ursache für schlechte Rücklaufquoten ist nicht Unwillen, sondern das Portalkonto. Ihr Lieferant soll sich registrieren, ein Passwort setzen und es beim nächsten Mal wiederfinden. Bei Liefertreu öffnet ein Link direkt den Fragebogen, Zwischenstände werden gespeichert, und der Bogen lässt sich an einen Kollegen weiterreichen. Was in einem solchen Fragebogen steht, beschreibt unser Leitfaden LkSG-Fragebogen erhalten.
Der Aufwand bleibt überschaubar. Eine Plattform will gepflegt werden. Wer Module nicht nutzt, sieht sie trotzdem, muss sie konfigurieren und beim Onboarding neuer Kollegen erklären. Wie viele Stunden die Sorgfaltspflicht bei Ihrer Lieferantenzahl im Jahr kostet, rechnet unser Aufwandsrechner durch.
Was Liefertreu nicht kann
Liefertreu überwacht keine Nachrichten und keine sozialen Medien. Es gibt kein Reputationsscreening, keine Länderrisiko-Datenbank und keinen Abgleich mit Sanktionslisten. Auch CSRD-Berichterstattung, Entwaldungsverordnung und CO2-Bilanzierung sind nicht abgedeckt.
Es gibt kein Lieferantennetzwerk, in dem Ihre Zulieferer möglicherweise schon erfasst sind. Jeder Lieferant wird von Ihnen angelegt oder importiert.
Die Bedienoberfläche ist deutsch. Kundenfragebögen beantwortet Liefertreu auf Wunsch auf Englisch, für die Lieferantenkommunikation in weiteren Sprachen ist eine mehrsprachige Plattform die bessere Wahl. Eine offene Schnittstelle zu ERP-Systemen ist geplant, aber noch nicht verfügbar, der Datenaustausch läuft derzeit über CSV und Excel.
Wenn einer dieser Punkte für Sie zentral ist, ist eine Enterprise-Plattform die richtige Wahl. Das sagen wir lieber vorher als im dritten Gespräch.
Preise im Vergleich
IntegrityNext kommuniziert Preise nicht offen, Vergleichsportale nennen einen Einstieg ab rund 9.800 Euro pro Jahr, verbindlich nur nach Angebot. Liefertreu zeigt seine Preise direkt auf der Website: Basic 49 Euro, Starter 149 Euro, Professional 349 Euro, Enterprise 799 Euro pro Monat, jährliche Zahlung mit zwei Monaten gratis. Kein verstecktes Setup, keine Staffel im Hinterzimmer.
Interessanter als der Listenpreis ist die Gesamtrechnung. Bei Enterprise-Plattformen kommen zur Jahreslizenz die Einführung, oft Schulungen und in manchen Fällen ein Implementierungspartner. Dazu die interne Zeit für Workshops und Abstimmungen während der Projektphase, die selten in der Kalkulation auftaucht, aber real anfällt. Bei sechs bis acht Wochen Einführung ist das ein spürbarer Posten.
Bei Liefertreu ist die Rechnung kürzer: Tarif buchen, Lieferanten per CSV importieren, Fragebogen versenden. Eine Setup-Gebühr gibt es nicht, und was der nächste Tarif kostet, steht auf der Preisseite. Welche Funktionen in welchem Tarif enthalten sind, zeigt die Funktionsübersicht.
Wie ein Wechsel abläuft
Falls Sie bereits mit einer Plattform arbeiten oder aus Excel kommen: Lieferanten werden per CSV importiert, inklusive Feldzuordnung und Dublettenprüfung. Ein Export aus dem ERP-System oder aus Ihrer bisherigen Lösung genügt in der Regel.
Bestehende Zertifikate laden Sie als PDF-Datei hoch. Die Auslesung von Typ, Aussteller, Nummer und Ablaufdatum übernimmt die KI, bestätigt wird von Ihnen. Danach greifen die Ablauf-Alerts automatisch.
Für den ersten Fragebogenversand nutzen die meisten die vorgefertigte LkSG-Vorlage mit 44 Fragen und passen sie später an. Ein Parallelbetrieb über eine Übergangszeit ist möglich, weil Ihre Lieferanten für Liefertreu nichts einrichten müssen und deshalb kein zweites Portal kennenlernen.
Für wen welche Lösung
Sie sollten IntegrityNext wählen, wenn internationale Multi-Regulierung, Social-Media-Screening und sehr große Lieferantenzahlen im Vordergrund stehen, Sie ein eigenes Nachhaltigkeits- oder Risikoteam haben und ein Einführungsprojekt personell wie finanziell tragen können.
Sie sollten Liefertreu wählen, wenn Sie LkSG-Nachweise, Zertifikatsfristen und Dokumentation schlank, planbar und ohne Beratungsprojekt erledigen wollen, zwischen 25 und 150 Lieferanten dokumentieren und schnell startfähig sein müssen. Mehr dazu auf der Seite für Unternehmen.
Sie brauchen vielleicht keines von beiden, wenn Sie selbst nicht verpflichtet sind und lediglich Fragebögen Ihrer Großkunden beantworten. Dafür gibt es den Zulieferer-Tarif ab 49 Euro, beschrieben auf der Seite für Zulieferer.
Weitere Alternativen
IntegrityNext ist nicht der einzige Anbieter in diesem Feld. Die zweite Plattform, die Mittelständlern regelmäßig angeboten wird, ist osapiens, eine breite ESG-Suite von LkSG über CSRD bis zum CO2-Reporting. Die Einordnung dazu steht in unserem Vergleich osapiens Alternative für den Mittelstand.
Wie sich die Rechtslage 2026 entwickelt hat und welche Pflichten nach dem Wegfall der Berichtspflicht tatsächlich bleiben, steht in LkSG 2026: Berichtspflicht gefallen, was jetzt gilt.
Häufige Fragen zu IntegrityNext und Liefertreu
Für den Kern der LkSG-Sorgfaltspflichten und die Zertifikatsverwaltung ja. Wenn Sie zusätzlich breites ESG-Reporting oder weltweites Social-Media-Monitoring brauchen, ist eine Enterprise-Plattform der passendere Weg.
Liefertreu startet öffentlich bei 49 Euro im Monat. IntegrityNext wird auf Vergleichsportalen ab rund 9.800 Euro im Jahr geführt, verbindlich nur nach Angebot.
Bei IntegrityNext ist ein Projekt von im Schnitt sechs bis acht Wochen üblich. Liefertreu ist am selben Tag startklar, weil die Einrichtung im Self-Service erfolgt.
Ja, Liefertreu importiert Lieferanten per CSV aus Excel oder ERP-Export, inklusive Feldzuordnung und Dublettenprüfung.
Nein. Sie füllen Fragebögen über einen passwortlosen Link aus, ohne Konto. Das senkt die Hürde und erhöht die Rücklaufquote.
Ja. Liefertreu ist auf den Mittelstand mit 50 bis 500 Mitarbeitern zugeschnitten, inklusive eines günstigen Einstiegs für reine Zulieferer.
Bei bis zu etwa zehn Lieferanten reicht eine gepflegte Tabelle. Ab 25 Lieferanten mit jährlichen Selbstauskünften und laufenden Zertifikatsfristen wird der manuelle Weg unzuverlässig, vor allem bei den Fristen.
Ja, die Live-Demo ist ohne Registrierung zugänglich und zeigt die Anwendung mit Beispieldaten.
Sie exportieren Lieferanten, Antworten und Nachweispakete als PDF-Datei und Excel-Tabelle. Danach werden die Daten nach den vereinbarten Fristen gelöscht.
Enterprise-Funktionsumfang brauchen Sie selten, Nachweisfähigkeit schon
Bei Liefertreu müssen Sie kein Angebot anfragen und keine Demo-Strecke durchlaufen. Öffnen Sie die Live-Demo, klicken Sie sich durch Lieferantenverwaltung, Fragebögen und Zertifikate und sehen Sie sofort, ob es zu Ihrem Mittelstand passt. Die Preise kennen Sie bereits, sie stehen offen auf der Seite.
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